Posts Tagged ‘Zielgruppe’

Design – von Fischen und Anglern

1. Dezember 2011

Die Vorstellungen über Design gehen doch sehr stark auseinander.

Natürlich gefällt jedem etwas anderes. Jeder hat seine Vorlieben und seine Vorstellungen. Jede Altersgruppe, jede Kulturgruppe hat eigene Gemeinsamkeiten.

Auch ich habe diesbezüglich so meine Eigenheiten – warum auch nicht?

Entscheidend ist jedoch:

Volksweisheit – Der Wurm, als Köder, muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler.

Jetzt haben wir als Agentur ein recht heftiges Problem. Wer ist der Fisch?

Wenn wir korrekt beraten, dann ist dies der Kunde unseres Kunden, also dessen Zielgruppe.

Wir müssten also unseren Kunden (ganz hart gesagt) begreiflich machen, dass es keine wirkliche Aussage hat, ob es ihm/ihr, dem AuftraggeberIn gefällt. Entscheidend wären Vertreter der Zielgruppe.

Das gilt für alle Produkte. Ich könnte Hochprozentiges verkaufen, würde es aber wohl selbst nie trinken.

Für uns wird es unerquicklich, wenn unser Kunde plötzlich Fisch wird :-).

Wenn unser Kunde die Fisch-Position einnimmt, dann müssen wir für den Geschmack des Anglers arbeiten, was die wirklichen Fische nicht sehr interessieren dürfte. Das ist jetzt etwas überspitzt dargestellt, denn viele Angler haben ein gutes Gespür für die Fische. Es muss nur immer wieder klar herausgestellt werden, dass die Zielgruppe, die Fische, die entscheidende Instanz ist. Das Design, die Inhalte, der Aufbau haben sich dieser Instanz unterzuordnen.

Netzwerke als Zielgruppen

16. April 2008

Sind Zielgruppen oder / und Netzwerke das relevante, optimale Ziel für Werbe- und Marketing-Bemühungen?

Wenn man seine ganze Werbe- bzw. Marketingkraft auf seine Zielgruppe ausrichtet, dann sollte man doch den maximalen Effekt mit seinen Bemühungen erlangen.

Nun hab ich gelesen, dass die Zielgruppen „fiktiv“ sind. Ich würde diese aber eher als meist sehr unscharf bezeichnen. Jeder Unternehmer oder Produktverantwortliche macht sich ein Bild davon, wie seine Zielgruppe wohl aussieht. Dazu werden Daten erfasst, Umfragen gemacht, Verkäufe ausgewertet. 

Keine Frage, damit erreicht man mehr, als ohne eine Fokusierung auf seine Zielgruppe. Was ist also an einer Zielgruppe „fiktiv“?

Die nächste Aussage war „Netzwerke sind geeignetere Ziele“. Netzwerke werden da wohl als das bezeichnet, was wir hier als Communities kennen. Einfach viele Personen, die gleiche Interessen haben oder die gleichen Dinge benötigen bzw. gebrauchen.

Also doch Zielgruppen. Na ja – wohl nicht ganz bzw. mehr, denn diese unterhalten bzw. beschäftigen sich intensiv mit dem „Produkt“, also ist der Begriff Netzwerk veilleicht doch der richtige und damit stärker. Netzwerker dürften viel empfänglicher für die Unternehmensbemühungen sein. ABER sie sind auch kritischer. Und die Reaktionen können extrem sein, schnell multipliziert werden und ganz schön nach hinten losgehen. Das sieht man, wenn sich Blogger oder Community-User „kaufen“ lassen und auffliegen. Nicht nur der Autor ist pasé, nein auch das Produkt oder der Hersteller.

Was wäre also Ihre Lieblings-Zielgruppe?

Eine unvernetzte Gruppe mit den gleichen Bedürfnissen oder ein Netzwerk?